004 006 008

nächste Aktionen

  • Fleisch für Weihnachten bestellen!

    Das Geflügel ist ausverkauft!

    Aber leckeres Fleisch von Rind, Schwein und Lämmern ist noch zu haben. Bald bestellen!

    Lieferung ab 16.12.17

  • Lammfleisch

    ab 05.11.17 gibt es wieder frisches Lammfleisch

  • Geflügel zu Weihnachten

    Bestellungen per Mail ab sofort möglich

    Mulardenente 16 € / kg

    Flugenten und Landenten 16,50 € / kg

    Gänse 17,90 € / kg

    Abholung ab Hof oder den Berliner Märkten in der Woche vor Weihnachten

     

  • Führungen im Oktober

    Hofführungen am 07.+14.Oktober jeweils um 14 Uhr

    Gummistiefel empfohlen

  • ab 01.10.17

    Rindergrillwürstchen

    Rinderschinken

April 2016

Liebe Kunden, liebe Freunde,

 

Heute Morgen lagen die Wiesen graupelweiß. Trotzdem geht es unwiderruflich auf Pfingsten zu: Der Pfingstochse (nein, Bulle – so gemein sind wir ja nicht) ist bereits geschlachtet undhängt seiner Zerlegung entgegen. Am Freitag folgen das letzte Schwein der Winterschweinegemeinschaft und einige Milchlämmer. Auch ein treu gedientes Altschaf ist dabei und wird sich in Salami metamorphosieren Die gibt es nämlich auch wieder: Von der letzten Schlachtung ist jetzt die Lammsalami und die Rindersalami fertig geräuchert, sowie Schweinespeck, Katenschinken und Nussschinken vom Schwein und Rinderschinken. – solange der Vorrat reicht... Auch Lammleberwurst, die beim letzten Mal ja sehr schnell ausverkauft war, ist wieder zu haben, sowie Jagdwurst und Rotwurst. Greift zu, denn wenn jetzt auch das letzte des Schweinetriumvirats geschlachtet ist, dauert es wieder eine Weile, bis wir wieder Glaswurst machen können (ohne Schwein wird das nüscht...)!

Wenn jetzt nach dem Kälteeinbruch endlich wieder angenehme Gartentemperaturen herrschen werden, ist es an der Zeit, auf unser bewährtes Sortiment an Bingenheimer Saatgut für den Hausgarten zurückzugreifen. Alles samenfeste Sorten, entweder alte Sorten oder speziell für den ökologischen Anbau gezüchtet. In der Regel stammt das Saatgut von demeter- oder Bioland-Betrieben, vieles dezentral von Brandenburger demeter-Bauern, weil sich Brandenburg wegen seines kontinentalen Klimas besonders für den Saatgutanbau eignet. Wenigstens hier ein Standortvorteil! Diese Blumen haben noch Pollen, von dem Bienen sich ernähren können! Im Gegensatz zu den heute üblichen Hybridsorten, wo die Bienen neben dem Feld verhungern, weil z.B. die Sonnenblumen keinen Pollen mehr haben.

Auch wir haben in diesem kühlen Frühjahr von dem Bingenheimer Saatgut, das wir fast ausschließlich benutzen, Gebrauch gemacht und bereits Zuckererbsen, Mairübchen, Rote Bete und sogar schon Buschbohnen (sehr gewagt) gesät. Auch die Futterrüben für unsere Kühe sind von Antje bereits fleißig gehackt worden, sobald sie vor ein paar Tagen aus der Erde kamen. Wehret den Anfängen (bei Distel, Unkraut und Co)! Die Kartoffeln sind auch schon vorgekeimt in der Erde und warten auf Wärme. Dank der Unterstützung von Antje war es in diesem Jahr endlich möglich, unseren Anbau auch auf mehrjährige Kulturen zu erweitern und dafür ein eigens Gartenstück anzulegen. Sanddorn, Beerensträucher, Rhabarber wachsen und gedeihen und auch die ersten mehrjährigen Kräuter und Blumen sind in der Erde. Noch ein weiteres Angebot planen wir für dieses Jahr: wir haben die Möglichkeit, 2- und 4- fädiges Garn sowie Socken aus unserer eigenen Wolle von der Wollmanufaktur Rieger anbieten zu können. Bei Interesse bitte melden, damit wir einen Überblick bekommen, wie viel wir verarbeiten lassen wollen.

Unser Betrieb ist einer der Wenigen mit einer so großen Vielfalt und dieser geschlossene Betriebsorganismus, ein Grundgedanke des demeter-Anbaus, in dem jeder Bereich als Organ den anderen stützt und bereichert, ist das Grundkonzept und Besondere unseres Betriebes. Unser nächstes Ziel ist es, diese gesamte Vielfalt auch unseren Kunden zu Gute kommen zu lassen. Wir haben ja bereits durch unser Solar- und Gutschein-Projekt und durch die gela (gemeinsam landwirtschaften)-Gemeinschaft in Eberswalde Formen solidarischer Landwirtschaft entwickelt. Das würden wir gerne weiter ausbauen! Der Grundgedanke der solidarischen Landwirtschaft ist ja, dass die Kunden nicht mehr die Produkte bezahlen, sondern gemeinsam den Lebensunterhalt der Hofmannschaft und die Betriebskosten des Hofes bestreiten und dafür die Ernte in Form von Ernteanteilen zur Verfügung gestellt bekommen.

Als ich vor 35 Jahren meine demeter-Ausbildung begonnen habe, war der Gründer dieser Betriebsform, Trauger Groh, einer meiner Ausbilder. Zu dieser Zeit wurde auch die GLS- Bank von Wilhelm Ernst Barkhoff begründet und es gab viele neue soziale Ideen zur Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft, Damals waren es nur wenige Höfe, und Kunden, die so weit waren, diese Ideen aufzugreifen und umzusetzen, aber viele von diesen Pionieren, z.B. Fuhlenhagen, haben diese Form der solidarischen Landwirtschaft bis heute weitergeführt und ausgebaut. Trauger Groh ging dann nach Amerika und setzte seine Ideen dort erfolgreich um. Heute kommen diese Gedanken von Amerika wieder zu uns zurück. Jetzt nennt man das CSA (community supported agriculture) und trifft bei uns einen Nerv der Zeit.

In den letzten Jahren sind viele CSA-Höfe in verschiedensten Formen entstanden. Für mich ist das Faszinierende an dem Gedanken, dass die Kunden von der gesamten Vielfalt des Hofes etwas abbekommen und nicht mehr einzelne Produkte selektiv auswählen und nicht so ganz verstehen, warum es bei uns nicht jede Woche Schnitzel gibt und die Verfügbarkeit der Tomaten im November stark abgenommen hat. Für den Verbraucher bedeutet das einerseits eine Umstellung, weil eben nicht immer alles verfügbar ist, aber es bedeutet auch einen Bereicherung, indem der Kunde einen stärkeren Bezug bekommt zu den Jahreszeiten, dem Lebenskreislauf von Tieren und Pflanzen und herausgefordert wird, aus Gemüsearten oder Fleischteilen etwas zu zaubern, die er noch nicht so kennt. Welch eine Erweiterung des Horizonts! Natürlich ist mir klar, dass viele Kunden damit auch überfordert sind – deshalb glaube ich auch nicht, dass eine CSA in Reinkultur auf unserem Hof durchführbar ist. Wir leben ja auch in einem Ausflugsgebiet, wo man im Hofladen ja nicht die Kunden wegschicken will mit der Begründung: Alles für unsere Mitglieder reserviert!

Nun können wir uns aber vorstellen, dass wir ähnlich wie bei unserer gela die Milchkisten, auch das Vollsortiment an einen festen Kundenstamm liefern, vielleicht erst mal gegliedert in wöchentliche Milchkisten mit Milch und Käseprodukten und wöchentliche Hofkisten mit dem übrigen Sortiment: Gemüse, Kräuter, Obst, Säfte, Eier, Honig, Marmeladen, Schafwollprodukte. Eine Fleischkiste mit Fleisch von Lamm, Schwein und Rind, Salami, Grillwürstchen, Leber-, Rot- und Jagdwurst, diverse Schinken und Weihnachtsgeflügel würden wir an die Schlachttermine anpassen und im Schnitt monatlich liefern.

Für die Gemüse+Co-Kiste wollen wir weiter mit Silvio Rademann und Friedemann Wolf zusammenarbeiten, die ein paar km weiter westlich bzw. östlich ihre demeter-Gärtnereien haben, damit wir im Anbau noch eine größere regionale Palette anbieten können. Für ein richtig rundes Angebot beim Gemüse werden wir erst im nächsten Jahr soweit sein, aber schon in diesem Jahr haben wir unser Angebot sehr erweitert.

Es gibt natürlich viele individuelle Gründe, nur bestimmte Nahrungsmittel zu sich zu nehmen und auf andere zu verzichten. Um diesem Trend der heutigen Zeit Rechnung zu tragen, würden wir zunächst solch eine Gliederung der Kisten anbieten. Unser Ziel wäre es natürlich, einmal alle Produkte in einer Komplettkiste anzubieten. Denn das Gemüse braucht die aufbauende Bodenfruchtbarkeit vor allem der Wiederkäuer. Wenn die Tiere Milch geben sollen, müssen sie Nachwuchs bekommen, von dem ein Teil wieder geschlachtet werden muss. So geht Milch nicht ohne Fleisch, stabile Ton-Humus-Komplexe für gutes Gemüse nur schwer ohne tierischen Dünger, Obst nicht ohne Bienen und Honig nicht ohne blühende Futterpflanzen. Die gesündeste Ernährung bleibt für mich .immer noch diejenige, die alle diese Bereiche ausgewogen umfasst. Aber darüber kann man natürlich Bücher schreiben...

Für uns bietet diese Kundenbeziehung eine große Planungssicherheit und einen verlässlichen Absatz. Unsere gela in eberswalde macht vieles erst möglich. Sie als Kunden haben die Sicherheit, Produkte aus einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf zu bekommen, in dem eine große Vielfalt von bäuerlichen Bereichen in handwerklicher Herstellungsweise gepflegt wird. Sie können den Hof regelmäßig besuchen und sich von unserer Arbeit überzeugen! Bei Interesse oder für nähere Informationen bitte melden!

 

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal auf unsere monatliche Hofführung hinweisen:

An jedem ersten Samstag im Monat findet um 14 Uhr eine Hofführung statt. Anschließend ist unser Hofcafé „RAST am HOF“ zur allgemenen Stärkung geöffnet.

Der nächste Termin ist also der 7. Mai um 14 Uhr.

Damit dieser Kundenbrief nicht tatsächlich in Buchform ausartet, werden wir nochmal auf den wesentlichen Anlass kommen: die Fleischbestellung möglichst bis zum Fleisch für Himmelfahrt kann für die Berliner Kunden schon am Dienstag, den 3. Mai auf den Leopoldplatz geliefert werden, die folgenden Markttage stehen auf unserer Internetseite. Ansonsten gibt es das Fleisch ab Mittwoch, den 4.Mai in unserem Hofladen, der an Himmelfahrt, dem 5 Mai geschlossen ist! Nein, nicht weil die Herren nicht einsatzfähig wären! Nein, wir feiern die Konfirmation unserer Tochter Ruth-Elisabeth (die, die immer im Hofladen verkauft)! Ab Freitag, den 6.Mai sind wir dann wieder für Sie da!

 

Damit empfehlen wir uns aus dem Schwalbennest

 

Ulrich und Martina Bressel

Märkte Dienstags

Berlin Wedding, Leopoldplatz                            
10 - 17 Uhr

Märkte Freitags

Berlin, Wedding, Leopoldplatz
10 - 17 Uhr

Berlin, Köpenick, Bölschestraße
10 - 17 Uhr

Märkte Samstags

Berlin, Prenzlauer Berg, Seelower Strasse
10 - 16 Uhr

Berlin Lichtenrade, Pfarrer-Lütkehausplatz
10 - 14 Uhr

Adresse & Kontakt

Martina und Ulrich Bressel
Pehlitz 3
16230 Chorin OT Brodowin

Telefon: 033362 / 70769
Fax: 033362 / 71775

Email: hofschwalbennest@t-online.de

Kontrollstellennummer: DE-ÖKO-037

Anfahrt