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Februar 2016

Liebe Kunden, liebe Freunde,

Endlich können alle auch wieder in den Genuss unseres leckeren Schweinefleischs kommen!

Wir bekommen unsere Ferkel ja immer von dem für seine gute Tierhaltung und Futterwerbung von allen Kollegen hochgeschätzten demeter-Betrieb Rittgarten aus der Uckermark. Die Sau hat sich dieses Jahr eine kleine Auszeit genommen und die Ferkel ein paar Wochen später bekommen. Deshalb hatten wir eine kleine Lücke in unserem Angebot an Schweinefleisch. die jetzt wieder bestens gefüllt wird! Schweinefleisch wird unserer Meinung heutzutage oft verkannt – völlig zu Unrecht, wenn man gut gehaltene und gefütterte Tiere schlachten darf. Schweine sind ja von Natur aus Allesfresser (biologisch und anatonisch erstaunlich ähnlich gebaut wie der Mensch…) und sollten eigentlich nicht dazu gezwungen werden, ausschließlich Getreide (oder noch schlimmer Soja aus den Gebieten abgeholzter Regenwälder) zu fressen, das ja eher zur menschlichen Ernährung dienen sollte. Auf dem Hof mit einem geschlossenen Betriebskreislauf hat das Schwein vor allem die Aufgabe des Resteverwerters. Es gibt eigentlich nichts, das vor den Schweinen sicher ist, wenn sie die Möglichkeit haben. Schweine sind allerdings sehr erfinderisch in der Schaffung solcher Möglichkeiten. Mit hoher geradezu krimineller Energie schaffen sie es, Verschlüsse von Buchten und Toren zu öffnen, die Sekunde abzupassen, in der Mensch gerade einstreut und sich taub zu stellen, wenn es aus dem Auslauf nachts wieder in den Stall gehen soll. Freilandhaltung ist nämlich bei uns offiziell kaum möglich (doppelte Umzäunung mit Untergrabeschutz wegen der Wildschweinpest). Deshalb muss es nachts immer wieder in den Sall gehen.

Also muss man den Speiseplan möglichst interessant gestalten, um den Schweinen den nächtlichen Stallaufenthalt im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen. Und da ziehen wir ja alle Register: Abfälle aus der Milchverarbeitung (vor allem Molke) wird extrem gern und geräuschvoll geschlürft, das Abfallbrot von der demtetr-Bäckerei Märkisches Landbrot ist nicht nur für die Schweine eine Delikatesse. Dagegen ist man bei den Gemüseabfällen oft froh, dass die Schweine sich erbarmen und alles bis zu total verholzten Sonnenblumenstrünken durchkauen und zerfasern, so dass die eventuell noch verbleibenden Reste so zermust sind, dass sie auf dem Komposthaufen ein Eldorado für die weiter angreifenden Bakterien und Mikroben bilden. Essensreste bekommen die Schweine im Übrigen nicht, das ist vom Veterinäramt nicht gestattet, aber dafür hat man ja schließlich einen Hund! Und die Schweinchen sind ja so intelligent und anhänglich! Und sogar ausgesprochen reinlich, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Sie misten immer in die gleiche feuchte Ecke und halten den Rest des Lagers sauber. Deshalb geben wir ihnen gleich zu Anfang etwas feuchten Mist in eine ausmistetechnisch günstig gelegene Ecke und in der Regel nehmen sie diesen Platz dann an und der Rest des Stalls bleibt sauber! Eine besondere Delikatesse und sehr gesundheitsfördernd für die Schweine sind übrigens Kirsch-, Pflaumen- und Mirabellenkerne, die wir im Herbst durch unsere Einkochaktivitäten in Masse zu bieten haben. Das kracht über den ganzen Hof!

Schweinefleisch ist also nicht einfach Fleisch, sondern Gemüse- , (Un)kräute-, Obst- und Molkemetamorphose. Der ganze Hof geht noch mal durch den Schweinemagen und dieses langsam gewachsene Fleisch ist die reine Delikatesse. Das kann man mit einem in Kunstlicht mit äußerst fragwürdigen Futtermitteln gepuschten Turbo-Schwein nicht vergleichen!

Und nun darf das Fleisch nicht nur des Schweins, sondern auch von dem pechschwarzen Jungrind und den letzten Weidelämmern aus dem vergangenen Sommer auch mit

Andacht und Behagen gegessen werden als Dank, Genuss und Erinnerung für ein erfülltes Tierleben. 

Die Tiere erfüllen eine so wichtige Aufgabe in unserem Hoforganismus, dass man sie nicht nur mit gutem Gewissen essen kann, sondern dass es auch ein ganz wichtiges Element im Hofleben ist, sich mit dem Sterben, Schlachten und Essen der Tiere zu beschäftigen und so diesen Kreislauf erst zu ermöglichen. Diese Fragen zu negieren und von sich wegzuschieben, indem man mit dem Töten, Schlachten und Essen der Tiere nichts zu tun haben will, halten wir nicht für den richtigen Weg. Ich weiß natürlich, in wie viele Fettnäpfchen ich jetzt trete. Aber das kann man natürlich viel besser erleben, wenn man auch täglich mit den Tieren und dem Zusammengehen von Werden und Vergehen beschäftigt ist. Nur Werden geht eben auch nicht. Das Vergehen, das Sterben, der Tod sind genauso eine Seite des Lebens. die man dauerhaft nicht ausblenden kann. Für uns ist es wichtig, dass wir uns von den Tieren verabschieden, sie selber mit kurzen Transportwegen zum Schlachten begleiten und dass sie in einer stressfreien Umgebung geschlachtet werden, in unserem Fall auf Gut Kerkow, die nur eine kleine hofeigenen Schlachtung haben, wo an unserem Schlachttermin nur unsere eigenen Tiere geschlachtet werden. Weil unsere Tiere so handzahm sind, ist es auch kein Problem, sie auf den Viehhänger zu bekommen, weil sie die Fahrten mit dem Viehhänger zu weiter entfernt gelegenen Weiden ja auch gewohnt sind.

Ein großes Anliegen ist uns auch, das gesamte Tier zu verwerten, nicht nur die Edelteile und bei den Schafen auch das Fell, das auf vielen Betrieben nur entsorgt wird, weil die Aufbereitung der Felle doch auch viel Arbeit macht. Aber auf diese flauschigen, warmen wunderbar duftenden Felle möchten wir doch einfach nicht verzichten.

Beim Fleisch können wir nur anregen, sich mal in Großmutters Kochbuch zu vertiefen und auszuprobieren, was man Leckeres aus den nicht ganz so begehrten Teilen wie Rippchen und Suppenfleisch zaubern kann. Für eine leckere Beinscheibe würde ich jedes Steak beiseite schieben.

 

Probiert es aus und ladet Freunde dazu ein, denkt beim Essen in Dankbarkeit an die Tiere und dann hat ein ausgefülltes Tierleben einen würdigen und genussvollen Abschluss gefunden.

 

Viele Grüße aus dem Schwalbennest

Von Uli und Martina Bressel

Märkte Dienstags

Berlin Wedding, Leopoldplatz                            
10 - 17 Uhr

Märkte Freitags

Berlin, Wedding, Leopoldplatz
10 - 17 Uhr

Berlin, Köpenick, Bölschestraße
10 - 17 Uhr

Märkte Samstags

Berlin, Prenzlauer Berg, Seelower Strasse
10 - 16 Uhr

Berlin Lichtenrade, Pfarrer-Lütkehausplatz
10 - 14 Uhr

Adresse & Kontakt

Martina und Ulrich Bressel
Pehlitz 3
16230 Chorin OT Brodowin

Telefon: 033362 / 70769
Fax: 033362 / 71775

Email: hofschwalbennest@t-online.de

Kontrollstellennummer: DE-ÖKO-037

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